Maurice Barbieri, 29.7.2026

Die EUROGI-Generalversammlung 2026 fand am 21. Mai 2026 in Benidorm (SP) statt. SOGI war dort durch seine beiden Co-Präsident*innen Zilmil Bordoloi und Maurice Barbieri vertreten.

Im administrativen Teil wurden insbesondere zwei neue Mitglieder aufgenommen: die Universität Valencia und die Universität Maribor, sowie die Wahl von Bruce McCormack, Domen Mongus und Zilmil Bordoloi in den Vorstand. Der Jahresabschluss 2025, der einen Überschuss von 1.129 Euro auswies, wurde genehmigt, ebenso wie der angepasste Haushaltsplan für 2026, der aufgrund der neuen Struktur der Mitgliedsbeiträge ein Defizit aufweist.

Der Präsident, Alejandro Guinea, zog anschließend eine sehr positive Bilanz des Jahres 2025 und ging dabei insbesondere auf folgende Punkte ein: interne Governance, Nachbereitung von Sitzungen, Ausbau des Kontaktnetzwerks, Steigerung der institutionellen Sichtbarkeit, Webinare, Teilnahme an europäischen Konsultationen sowie die Entwicklung der Initiative „Women in GI“.

Perspektiven 2026

Vorschlag zur Einrichtung nationaler EUROGI-Sektionen

Es wurde der Vorschlag erörtert, nationale EUROGI-Sektionen in Ländern zu gründen, in denen es keinen etablierten nationalen Verband gibt. Im Mittelpunkt der Diskussion standen die organisatorische Eignung solcher Sektionen, die Notwendigkeit, Konkurrenz zu bereits bestehenden Verbänden zu vermeiden, die Zweckmäßigkeit der Einführung eines symbolischen Teilnahmebeitrags sowie die Bedeutung der Gewährleistung von Inklusion und Kontinuität des lokalen Engagements.

Die Versammlung kam überein, den Vorschlag zur Einrichtung nationaler Sektionen voranzutreiben. Es wird ein Abschlussdokument erstellt und verteilt; die Satzung bzw. die Geschäftsordnung wird überarbeitet, um diese Struktur und die damit verbundenen Beiträge zu berücksichtigen; es wird eine Konsultation durchgeführt, um interessierte Länder und Einzelpersonen zu ermitteln; und die Teilnahmebedingungen sowie die damit verbundenen Vorteile gegenüber einer ordentlichen Mitgliedschaft werden geklärt.

Datenqualität, technologische Fortschritte und Projekte

Aktivitäten und Projekte im Zusammenhang mit Datenqualität, technologischer Innovation und Projektentwicklung wurden vorgestellt und diskutiert. Die Diskussion umfasste die Integration von Geodaten, georäumliche künstliche Intelligenz und Analytik, Anwendungen von 3D-Modellen sowie sektorale Anwendungsfälle.

Zudem wurde ein Projektvorschlag in Zusammenarbeit mit der Universität Maribor vorgestellt, der darauf abzielt, die Entscheidungsfindung durch georäumliche KI zu unterstützen. Die Sitzung nahm den Stand des Vorschlags sowie die Herausforderungen bei der Vorbereitung und Teilnahme an Förderausschreibungen zur Kenntnis.

Bildungsarbeit und Kompetenzentwicklung

Im Bereich Bildung und Kapazitätsaufbau wurde vereinbart, das Kursverzeichnis und das Webinar-Angebot beizubehalten und auszubauen sowie die Ausbildungsdimension von EUROGI zu stärken. Zudem wurde die Ansicht vertreten, dass das künftige Netzwerk nationaler Sektionen zur Verbreitung und Unterstützung von Bildungsaktivitäten beitragen könne.