Am 28. Mai 2026 hat sich die agile Gruppe (aG) GeoBIM der SOGI zu ihrer ersten Sitzung getroffen und sich offiziell konstituiert. Mit der Gruppe bündelt die SOGI gezielt das Fachwissen rund um GeoBIM – die Schnittstelle zwischen Geoinformation und Building Information Modeling (BIM).

Hintergrund: GeoBIM in der Schweiz

GeoBIM bezeichnet die Verknüpfung und Integration von Geoinformation mit BIM-Prozessen. Mit der zunehmenden Verbreitung von BIM in Planung, Bau und Betrieb von Bauwerken gewinnt diese Schnittstelle an Bedeutung. In der Schweiz existieren zahlreiche Projekte und Initiativen zu GeoBIM, bisher jedoch weitgehend unkoordiniert und ohne übergreifende Steuerung – hier setzt die SOGI aG GeoBIM an.

Mitglieder

Die Gruppe vereint Fachleute aus Privatwirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Hochschule:

  • Andreas Barmettler, Trigonet AG
  • Michael Buri, Amberg Infra 7D
  • Lukas Schildknecht, FHNW Institut Digitales Bauen (Leitung)
  • Regula Vedruccio, Acht Grad Ost AG
  • Sebastian Wolf, Basler & Hofmann
  • Selina Meier, Stadt Luzern
  • Armando Demarmels, Stadt Luzern

Die Gruppe ist offen für weitere Mitglieder, insbesondere aus der Westschweiz.

Ziele 2026: Spiegelgruppe zur SGS-Aktion 3-26-1

Im Zentrum der Gruppenarbeit 2026 steht die Mitwirkung als Spiegelgruppe zur SGS-Aktion 3-26-1 «GeoBIM: Identifikation der aktuellen Herausforderungen und Lücken». Diese Aktion der Strategie Geoinformation Schweiz (SGS) wird von der KGK (Projektleitung: Filipa Machado) koordiniert und unter Beteiligung von Swisstopo und der FHNW durchgeführt.

Die aG GeoBIM begleitet diese Arbeiten kritisch und kreativ: Sie bringt breites Branchenwissen ein, vereint Perspektiven aus Privatwirtschaft, Verwaltung und Forschung und sorgt dafür, dass alle relevanten Aspekte und Rollen von GeoBIM in die Ergebnisse der Aktion einfliessen. Ab 2027 entscheidet die Gruppe über ihre weitere Aufstellung und mögliche Aufgaben im Rahmen der SOGI.

Weiterführende Lektüre

Eine fundierte Grundlage für die Verständigung im Themenfeld bietet der Beitrag «GeoBIM Handlungsfelder. Eine Grundlage für die Verständigung» von Lukas Schildknecht und Olivier Schneider (FHNW), erschienen im Open-Access-Journal Phase0. Der Artikel schlägt eine Kategorisierung in fünf GeoBIM-Handlungsfelder vor und erleichtert damit die Kommunikation und Einordnung bestehender Aktivitäten in Praxis und Forschung.